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Symbolbild Verkehrsunfallstatistik
Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik
Hier finden Sie die Verkehrsunfallstatistik für den Kreis Euskirchen für das zurückliegende Jahr.

Insgesamt ist ein Anstieg der Unfallzahlen um 692 auf 5981 Verkehrsunfälle festzustellen. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten (570) hat sich um mehr als 10 Prozent erhöht.

6 Verkehrsteilnehmer wurden 2021 tödlich verletzt, im Vorjahr waren es noch 7 Personen. Dies ist 2021 eine positive Entwicklung.

Steigerung bei den schwerverletzten Personen um 13 auf 160 Personen ebenfalls Steigerung bei den leichtverletzten Personen von 472 auf 576 Personen.

In der Altersgruppe der Kinder, Jugendlichen gab es erneut keine Unfalltoten. Leider ereigneten sich zwei tödliche Verkehrsunfälle mit jungen Erwachsenen (18-24 Jahre) als PKW Fahrer und in einem weiteren VU als Mitfahrer im Pkw.

77 Prozent aller polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle wurden von Senioren (65+) verursacht (228 von 298 VU ohne Bagatellschäden).

Auch die Anzahl der aufgenommenen Wildunfälle erhöhte sich von 849 auf 864 bei 5.411 aufgenommenen Verkehrsunfällen mit Sachschaden - davon 700 Rehe und Wildschweine. Derzeit erfolgt in der Direktion Verkehr eine intensive Auswertung und Betrachtung dieser Unfallursache mit dem Ziel, gemeinsam mit anderen Kooperationspartnern dieses spezifische Unfallrisiko zu senken.

Geschwindigkeit: Kontrollen werden weiter zielgerichtet intensiviert!

Unangepasste Geschwindigkeit ist der Killer Nummer Eins im Straßenverkehr. Durch Selbstüberschätzung kommt es im Straßenverkehr häufig zu schweren Verkehrsunfällen (68/2020, 54/2021 VU mit Hauptunfallursache Geschwindigkeit festgestellt). 

An den Unfallhäufungsstellen und bekannten „Gefahrenstellen“ werden mobile Messanlagen konsequent eingesetzt. Auch das zivile Providamotorrad überwacht identifizierte „Raserstrecken“. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über 28.000 Geschwindigkeitsverstöße geahndet.

Zur weiterhin erfolgreichen Unfallreduzierung Motorrad wurden 9 zielgerichtete Kontrollen von Kradfahrenden im Hinblick auf technische Veränderungen (19 Begutachtungen) und Geschwindigkeit (866 Maßnahmen) durchgeführt.

Mehr als 260 Meter Anhalteweg bei Gefahrenbremsungen werden in etwa benötigt, wenn man mit annähernd 200 km/h auf trockener Fahrbahn plötzlich eine Vollbremsung mit dem Motorrad hinlegen muss.

Zwei Motorradfahrer wurden mit diesen erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen.

Einzelauswertung aller Verkehrsunfälle (67) mit Beteiligung Motorrad. Nachhaltige Unfallopfernachsorge durch Kontaktaufnahme mit Unfallbeteiligten Krad.

Verbotswidrige Nutzung elektronischer Geräte:
Im Grunde ist es jedem bekannt: Während der Fahrt hat das Handy nichts in den Händen des Fahrzeugführers zu suchen. Weder zum Telefonieren, zum Navigieren oder gar, um im Netz zu surfen und dabei Messages schreiben. Die meisten unterschätzen dabei die Gefahr, die hierdurch ausgeht.

Denn, wer bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h nur zwei Sekunden lang unachtsam ist, legt fast 28 Meter im Blindflug zurück. Es besteht weiterhin eine sehr hohe Dunkelziffer bei dieser Unfallursache in 2021 definitiv ursächlich bei 10 Verkehrsunfällen. 2021 wurden in diesem wichtigen Überwachungsschwerpunkt mehr als 1.100 Maßnahmen gegenüber Fahrzeugführer getroffen.

Verkehrsunfallflucht:

Die Anzahl der Bagatellunfälle mit Flucht stieg wieder an. 866/2020 auf 965 Unfälle im vergangenen Jahr.

Die Aufklärungsquote bei der Gesamtbetrachtung aller Verkehrsunfallfluchten liegt bei 45%.

Bei Unfallfluchten mit „Personenschaden“ erhöhte sich die Aufklärungsquote von 62% auf 67%. Die Fallzahlen reduzierten sich erfreulicherweise von 60/2020 auf nunmehr 43/2021.

Qualifizierte Unfallaufnahme:

Der Einsatz des 3D-Scanners zur weiteren Qualitätssteigerung hat sich bewährt. Das ermöglicht eine umfassende Tatortaufnahme und Unfallauswertung.

Ab 01.09.22 eigenes VU-Team, das in der südl. Region NRW für schwerste Verkehrsunfälle zum Einsatz kommen wird. Jeden Tag mehr als eine Blutprobe und somit auch eine konkrete Gefährdung des Straßenverkehrs 413 Überprüfungsmaßnahmen im Hinblick auf das Fahren unter Alkoholeinwirkung (193) oder dem Betäubungsmitteleinfluss (220).

Mitteilung Fahreignungsprüfung:

Mehr als 800 Mitteilungen - Zweifel an der Eignung von Fahrzeugführern geäußert und an das Straßenverkehrsamt mitgeteilt. Hiervon führt die Hälfte zu fahrerlaubnisrechtlichen Konsequenzen.

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